Chronik über die Freiwillige Feuerwehr Cochstedt
Anno 1880 – Feuer! Alarm! Gründung der Feuerwehr !
Die Glocken auf dem Kirchturm, sie läuten Sturm, im Ort brennt es.
Alarm gaben die Wächter, welche Tag und Nacht auf dem Turm saßen und Cochstedt bewachten, damit die Einwohner in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen konnten, oder gar nach langem Arbeitstag in Ruhe schlafen konnten. Sobald die Wächter durch Glockenzeichen das Feuer verkündeten, war jeder Hausbesitzer oder sein Beauftragter verpflichtet, mit einem Wassersack oder Eimer am Brandherd zu erscheinen. Schnell bildeten sich Ketten, wo das Waser von Hand zu Hand im Wasserbassin der Handspritze gegossen wurde, wo dieses von starken Männerhänden ins Feuer gespritzt wurde. Die Wasserentnahme erfolgte aus den naheliegenden Brunnen, später in Kaupen, die herangefahren wurden. Bei dieser primitiven Löscharbeit konnten die am Feuer angrenzenden Häuser oder Stallungen nicht wirksam abgesichert werden, so lief das Feuer von einem Grundstück zum anderen, wo sehr oft der gesamte Ort von den Flammen verzehrt wurde. In den vergangenen Jahrhunderten geschah dieses sehr oft, denn fremde Armeen zogen durchs Land und setzten viele Orte in Feuer und Asche. Die Menschen waren vor solchen Verbrechen nicht geschützt. Im Lande gab es keinen vorbeugenden Brandschutz. Die vielen alten Häuser mit den Strohdächern und den niederen Ställen waren Gefahrenquellen des Feuers. In jedem Haus in Cochstedt wurde damals Vieh gehalten, welches morgens und abends gefüttert werden musste. Elektrisches Licht gab es nicht, sondern alte Ölfunzeln mussten herhalten. Sie waren im Wohnzimmer und in Ställen Lichtspender. Herabhängendes Stroh fingen Feuer und schon brannte der ganze Dachstuhl. So entstand der Gedanke, jeder Hausbesitzer bezahlt einen Beitrag, wo er dann bei einem Schadenfeuer versichert ist. So kam es zur Gründung der Feuersozität und anderen Kapital Versicherungen. Die Feuersozität, die im Lande Preußen gegründet wurde, legte sehr bald den Gedanken auf den Tisch des Hauses, Schaffung von Feuerwehren auf freiwilliger Grundlage. Wo eine Freiwilligkeit nicht zu stande kam, setzte man eine Pflichtfeuerwehr mit einer einheitlichen Leitung, die alleine Entscheidungen zu treffen hatte, wie die Löscharbeiten von statten gehen soll. Nicht wie bisher, wo jeder befehlen wollte. Die Feuersozität entfaltete eine rege Arbeit, sei es bei der Beschaffung einer einheitlichen Dienstbekleidung oder bei der Beschaffung von Handdruckspritzen, wo Gelder mit zur Verfügung gestellt wurden. Neben der Feuerwehr wurde dann auch der sogenannte Rettungsverein in s Leben gerufen. Dieser hatte die Aufgabe, bei einem Brande die Straßen abzusperren,damit die Löscharbeiten nicht gestört werden durch Neugierige. Auch hatte er die Aufgabe, wo Menschenleben oder Vieh und der gesamte Hausrat zu retten war, musste gerettet werden. Durch Kummer, Armut und Not wurden die Bewohner gezwungen, etwas Sinnliches aufzubauen. So ging man ans Werk, nach Jahrzehnten sammeln von Erfahrungen am 08.02.1883 den Beschluss zu fassen, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Zugleich ging man dazu über, am 09.02.1883 die Freiwillige Feuerwehr zu Cochstedt zu gründen und damit auszurufen.
Geschichte der FFw Cochstedt
So waren schon zur damaligen Zeit, in den ersten 25 Jahren 76 Mann bereit, die schöne uns schwierige Aufgabe zu übernehmen. Opferbereitschaft und Kameradschaft waren das Spiegelbild einer ihrer Aufgaben getreu erstarkenden Wehr, welche im Ernstfall oft bewiesen werden konnte. In 25 Jahren ertönte 18mal das Feuerwehrsignal, davon 2mal schon nachbarliche Löschhilfe nach Schneidlingen. Die großen im Depot aushängenden Urkunden vom Feuerwehrverband des Kreises Quedlinburg und des Feuerwehrverbandes des Regierungsbezirkes Magdeburg, zeugen von den anerkannten Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr zu Cochstedt.
Die uns bekannten Wehrleiter, von der Gründung bis zum Jahr 1946 waren:
Friedrich Bergmann, Hugo Hölzer, August Eix, Gustav Hobohm,
Schon zur damaligen Zeit besaß die FFw zu Cochstedt einen Spielmannszug. Stabführer war damals der Kamerad Klemens. Diesem Spielmannszug gehörte auch der künftige Wehrleiter, Kamerad Otto Minstedt an. Leider fiel der Spielmannszug dem 2. Weltkrieg zum Opfer.
Im Jahr 1946 übernahm der uns noch vielen bekannten Kamerad Otto Minstedt die Führung der Wehr Cochstedt als Wehrleiter. Er stand 20 Jahre an der Spitze der FFw Cochstedt. In diesen 20 Jahren zeichnete den Kameraden Otto Minstedt aus, Einsatzbereitschaft, Kameradschaft, Ausdauer, ausgezeichnete Leitungstätigkeit. Er wird immer ein Vorbild der Kameraden bleiben. Ihm zur Seite stand in den 20 Jahren seiner Leitungstätigkeit seine Ehefrau Ella Minstedt, uns heute immer noch bekannt als Feuerwehrmutter. Von vielen schönen Ereignissen und aufregenden Taten konnte sie noch berichten und vieles in Erinnerung rufen. Die kleine Küche, oftmals bis unter die Decke gefüllt, hat viel erlebt. Wenn die Feuerwehr wach war, war auch Ella Minstedt wach. Durch die gute kameradschaftliche Arbeit des Kameraden Otto Minstedt konnte auch 1959 wieder ein Spielmannszug der FFw Cochstedt gegründet werden. Stabführer war damals der Kamerad Kurt Lehmann. Die damalige Wehrleitung setzte sich zusammen aus den Kameraden Otto Minstedt (Wehrleiter), Heinz Rothe und Fritz Götze. Ca. im Jahre 1957 nahm die FFw Cochstedt an Ausscheidungswettkämpfen im Kreis Aschersleben teil. Auch in dieser Zeit wurde die FFw Cochstedt oftmals zu Bränden und Einsätzen gerufen und musste ihren guten Ausbildungsstand unter Beweis stellen.
Durch die Gründung der Wirkungsbereichsleitungen erfolgte eine konzentrierte und gewissenhafte Arbeit und gewissenhafte Ausbildung der Kameraden in den Wehren. Dieser Wirkungsbereichsleitung gehörten an:
Kamerad Erich Wagner (Wirkungsbereichsleiter), Kamerad Werner Rogge (Vorbeugender Brandschutz) und Kamerad Wolfgang Schmidt (Aus –und Weiterbildung). Stützen der Wehr waren, welche wir auch nicht vergessen werden, unter anderem neben den schon aufgeführten Kameraden, Heinz Rothe, Fritz Götze und Franz Förster. Diese möchte ich stellvertretend für alle noch genannt haben, die Feuerwehrmänner waren und ein Herz für die Feuerwehr haben. Die Wirkungsbereichsleitung Cochstedt hatte 9 Wehren zu betreuen. Verantwortlich für die Aus – und Weiterbildung war der Kamerad Wolfgang Schmidt, der bereits einen Lehrgang im Ausbildungskommando Dessau absolviert hatte. Natürlich begann damit auch für die FFw Cochstedt ein besserer Aufschwung für die Ausbildung der Kameraden der Wehr. Nach langen Übungsstunden, verbunden mit gewissenhafter Arbeit und Bereitwilligkeit, zeigte sich schon 1960 für alle Kameraden der Lohn der Mühe. Das setzte sich in den folgenden Jahren durch erste Plätze bei Ausscheidungswettkämpfen fort. Die zahlreichen Urkunden, Plaketten und Pokale im Depot beweisen dies. So gab es zum Beispiel hervorragende Kameraden, wie der leider schon viel zu früh verstorbene Kamerad Dieter Weißenborn, als bester Gruppenführer oder Kameraden wie : Otto Flügel, Wilhelm Weidemann, Holm Balster, Günter Raguse, Klaus Bremer, Wolfgang Schmidt, Dieter Appel, Kurt Fritzke, Peter Schulenburg, Gerd Schulenburg, Horst Knappe, Günter Schmidt, Manfred Strehlow, Gerhard Feldheim, Adolf Lenz, Günter Scheller, Rudi Hinz, Karl-Heinz Hennebold, Gerhard Stein, Klaus Weidemann, Herbert Stein, Rolf Panknin.
Auch außer den Kampfdisziplinen war die FFw Cochstedt stets ein verlässlicher Partner auf dem Gebiet des vorbeugenden und tätigen Brandschutzwesens. Ein Höhepunkt in dieser Zeit war die 75-Jahr –Feier der FFw Cochstedt im Jahr 1958.
Im Jahr 1966 übernahm dann der Kamerad Wolfgang Schmidt die Leitung der FFw Cochstedt. Der Wehrleitung gehörten neben dem Kameraden Wolfgang Schmidt, die Kameraden Kurt Fritzke und Rudolf Schmidt an. In dieser Zeit gründete sich auch die Wirkungsbereichsleitung neu, unter Führung des Kameraden Fritz Göricke aus Schadeleben. Durch gute Leitungstätigkeit und sehr gute Mitarbeit aller Kameraden mit guten und festen Einsatzwillen und ständige Qualifizierungen gewann die FFw Cochstedt immer mehr an Schlagkraft, Einsatzbereitschaft und Bedeutung in der Stadt Cochstedt und im Kreis Aschersleben. Die vielen ersten Plätze verbunden mit Pokalen und Urkunden beweisen dies. Hier gilt der Dank allen Kameradinnen und Kameraden. Die FFw Cochstedt nahm in dieser Zeit nicht nur an Ausscheidungswettkämpfen im Kreis Aschersleben oder Bezirk Halle teil, sondern auch an Wettkämpfen im Nachbarkreis Staßfurt, wo wir immer ein gern gesehener Gast waren. Man kann also feststellen, dass sich die Wehr Cochstedt nach allen Seiten orientierte und damit immer in Bewegung war. Anfang der 70-iger Jahre stand ein Wechsel der Wehrleitung der FFw Cochstedt an, diese setzte sich zusammen aus den Kameraden Wolfgang Schmidt, Achim Wusterau und Walter Göhre. In dieser Zeit übernahm auch der heutige Leiter des Spielmannszuges die Leitung des Spielmannszuges der FFw Cochstedt, Kamerad Joachim Scheller.
Mit wiederum neuem Elan ging die gesamte Wehr an die Erfüllung der ihr gestellten Aufgaben, wobei die Qualifizierungen und Einsatzbereitschaft im Vordergrund standen. Dies spiegelte sich wieder bei Einsätzen, wo viele Übungen Ausgangspunkt waren. Die gesamte Wehr legte immer wieder Wert auf diese gute Kameradschaft. Zu dieser Zeit waren auch schon immer Höhepunkte Jahreshauptversammlungen, Appelle, Inspektionen und Kontrollen im Vorbeugenden Brandschutz. Eine Aktivierung der gesamten Wehr zu diesen Anlässen war immer von Erfolg gekrönt. Der Dank gilt der sich immer dafür eingesetzten Kameradinnen und Kameraden. Mitte der 70-iger Jahre setzte sich die Leitung der FFw Cochstedt zusammen aus den Kameraden: Wolfgang Schmidt, Gerd Stein und Walter Göhre. Neue Impulse zur Aktivierung der Wehr wurden fortgesetzt. Die FFw Cochstedt rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens der Stadt Cochstedt. So war zum Beispiel der Spielmannszug durch seine gute Spielweise ein gefragter Partner zu Anlässen der Stadt Cochstedt. Ereignisse in dieser Zeit waren Einsätze durch Hochwasserschäden in Cochstedt, wo immer wieder die Wehr herangezogen wurde. Weiterhin beteiligte sich die Wehr an Ausschachtarbeiten im Schwimmbad Cochstedt. In den kommenden Jahren wurden von der FFw Cochstedt Sturmschäden beseitigt. Eine Bewährung für uns Feuerwehrleute war der Scheunenbrand auf dem Hof der LPG Cochstedt. Übungen zum Wirkungsbereichs- und Kreisausscheid sowie Einsätze waren Jahr für Jahr das Spiegelbild im Leben unserer Kameraden. Unter anderem waren die Arbeiten der Zukunft bestimmt durch den Einbau der Heizung im Gerätehaus, sowie dem Anbau von sanitären Anlagen, wobei in den kommenden Jahren der Heizungseinbau 3mal verändert wurde. Und somit summierten sich die Stunden, welche die Kameraden für die Feuerwehr aufbrachten, wodurch ein besseres Umfeld geschaffen wurde und das Arbeitsklima immer neuen Auftrieb gab, zur besseren Lösung der gestellten Aufgaben, zum Wohle der Bürger und somit der Stadt Cochstedt, welche unterstrichen wurden, von den ständigen Kontrollen im Vorbeugenden Brandschutz. Da sich die kommende Zeit langsam einpegelte, die 100-Jahr-Feier vorzubereiten, war es notwendig, die nötigen Vorarbeiten dazu anlaufen zu lassen. Unter anderem nahm die Regenerierung der alten Spritze von 1883 viel Zeit in Anspruch welche von den Kameraden hervorragend auf Vordermann gebracht wurde. So ist und bleibt sie ein sehenswertes Stück vergangener und heutiger Tage. Es liefen neben organisatorischen Aufgaben auch die ständigen Verbesserungsarbeiten am und im Depot, die dazu beitragen sollten, die 100-Jahr-Feier vorzubereiten. Dies war ein gewaltiges Arbeitspensum, welches nicht genug eingeschätzt werden kann. Hier muss man alle Kameradinnen und Kameraden loben. Die große Mühe und Arbeit wurde belohnt, an dem Tage des 100-jährigen Bestehens der FFw Cochstedt. Die Verbundenheit zu den Bürgern der Stadt Cochstedt war Zeugnis vieler Ehrungen. Wenn uns die vielen Ehrungen vormittags schon überraschten, überraschte uns die große Veranstaltung abends im Volkshaus in besondere Weise. Es war wirklich ein gelungener Abend mit vielen Überraschungen. Hier gilt außerdem der Dank allen Institutionen und vor allem dem damaligen Bürgermeister der Stadt Cochstedt, späteren Ehrenmitglied der FFw Cochstedt, Herrn Walter Reinecke. Ein würdiger Anlass ging damit in den 100 Jahren zu Ende. Auch das Jahr war wiederum geprägt von außergewöhnlichen Arbeiten. Dass es ohne Feuerwehr in der Stadt Cochstedt nicht geht, bewiesen wieder die Reinigungsarbeiten beim Hochwasser am 24.12.1983. Als andere schon unter dem Tannenbaum saßen, waren die Kameradinnen und Kameraden der Wehr dabei, wiederum Hochwaserschäden zu beseitigen, damit der Weihnachtsmann mit seinen vielen Geschenken nicht im Schlamm stecken bleiben sollte.
Die nächste Aufgabe als Höhepunkt der Wehr war die Vorbereitung und Durchführung des 25. Gründungstages des Spielmannszuges, welches als Ereignis für die Stadt Cochstedt angesehen werden konnte. Durch ständig neue Qualifizierungen wurde eine neue Wehrleitung berufen. Diese setzte sich zusammen aus den Kameraden Wolfgang Schmidt, Holger Krabiell und Rolf Panknin. Für die Technik war verantwortlich der Kamerad Adolf Lenz. Hervorragende Maschinisten in dieser Zeit waren Adolf Lenz, Herbert Stein, Ulli Wusterau, Klaus Weidemann, Ingolf Scheller und Heiko Weidemann. Trotz der vielen Ereignisse, wo die Feuerwehr gerufen wurde, und der vielen Arbeit am Gerätehaus gewannen die Übungen immer mehr an Bedeutung. Bei den Wirkungsbereichsausscheiden hatten wir oft die Nase vorn und bei den Kreisausscheiden in Aschersleben belegten wir ständig vordere Plätze. Wenn wir von Wettkämpfen sprechen, so sei hier unbedingt der Wirkungsbereichsausscheid in Cochstedt 1985 als Höhepunkt zu betrachten, wo die Kameraden Ulli Wusterau, Ingolf Scheller, Henry Ahrendt, Andre Scheller, Mario Weidemann, Heiko Weidemann, Chris Kyschuschan und Uwe Scheller in einer Zeit von 46 Sekunden den 1.Platz belegten.
Hiermit muss allen Kameradinnen und Kameraden bescheinigt werden , dass sie schon seit jahrzehntelangem Fleiß und Einsatzwillen ständig bemüht waren und auch in Zukunft all die Ihnen gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Ebenso die schon seit Jahren sehr gut vorbereiteten und durchgeführten Massenkontrollen fanden ihren Niederschlag in der Verdrängung von Kinderbrandstiftung und Wohnungsbränden. So fanden in der Landwirtschaft zur Verdrängung von Gefahren ihren Niederschlag. Auch dieses, so meinen wir, waren gute Varianten unseres Brandschutzwesens, die unserer Meinung nach hätten ruhig noch eine Weile beibehalten werden können. So müssen wir heute feststellen, dass auch der Brandschutz in der ehemaligen DDR viele gute Seiten hatte.
Ein weiterer Höhepunkt der FFw Cochstedt war das Aufsetzen einer neuen Sirene auf das Gerätehaus im Jahr 1987. War es im Kreis Aschersleben nicht möglich, uns hier Hilfe angedeihen zu lassen, zwecks Bereitstellung einer ausfahrbaren Leiter zum Aufsetzen der Sirene, so machten sich unsere guten kameradschaftlichen Beziehungen zu Feuerwehren des Nachbarkreises Staßfurt bezahlt. Und so konnten wir mit Hilfe einer ausfahrbaren Leiter aus Staßfurt unsere Sirene am 12.05.1987 unter Mithilfe derKameraden Adolf Lenz, Herbert Stein und Hartmut Muchau aufsetzen. Eine gute kameradschaftliche Feuerwehrarbeit kam zu stande mit der Neubildung der Wirkungsbereichsleitung unter Führung des Kameraden Walter Göhre. So können wir einschätzen, dass die Zusammengehörigkeit der Wehren des Wirkungsbereiches 4 immer mehr gefestigt wurde. Die Arbeitsweise würde ich als gut bezeichnen. Die Wirkungsbereichsleitung setzte sich weiter aus den Kameraden Willi Dirksen und Horst Grundmann zusammen. In Anbetracht dessen, möchte ich allen Wehrleitern des Wirkungsbereiches und der Wirkungsbereichsleitung für die allseitige gute Zusammenarbeit danken. Im Jahr 1988 wurden wir zu 2 Einsätzen gerufen, einmal zum Strohbrand auf dem LPG – Hof und zum anderen in der Lindenstraße beim sogenannten „Fuchsbau“ in einer Stallung. Auch bei diesen Einsätzen bewiesen die Kameraden, dass sie immer einsatzbereit sind und somit immer für die Bürger der Stadt Cochstedt da sind. So auch wieder beim Garagenbrand im November 1989 in der Schadelebener Straße, wo wiederum die Feuerwehr schnell zu gegen war. Wenn wir uns diesen Bericht zu Gemüte führen, dann können wir feststellen, dass sich die Ausbildung, Qualifikationen und Einsatzbereitschaft, gepaart mit vielen aufopferungsvollen Stunden, unsere Hauptaufgabe waren und weiterhin sind. So wurde eingeschätzt, dass wir ständig zu den besten Feuerwehren des Kreises Aschersleben zählten. Nach der Wiedervereinigung hatten viele Wehren, so auch wir, Probleme mit der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und des Personalbestandes, denn im Vordergrund stand für jeden Kameraden die Erhaltung des Arbeitsplatzes. Die für die Feuerwehren entstandenen Schwierigkeiten und Arbeitsmöglichkeiten sind jedem bekannt, so dass ich diese jetzt nicht näher erläutern möchte. Die Kameradinnen und Kameraden der FFw Cochstedt waren sich darüber einig, dass diese schwierige Zeit überwunden werden musste, damit auf jeden Fall die Feuerwehr in alter Stärke erhalten bleibt. Im Sommer 1992 kam es zum Wohnungsbrand in der Schadelebener Straße, wo wir leider das erste Todesopfer in der Geschichte der FFw Cochstedt zu beklagen hatten. Durch eine neue konsequente Aktivierung der Wehr wurde auch im Oktober 1992 die Wehrleitung umgebildet. Durch einstimmige Wahl wurde der Kamerad Holger Krabiell als Wehrleiter gewählt. Und damit die großen Vorhaben bis hierher gelungen sind, zeigten die vielen Aktivitäten und der heutige Tag.
Zuletzt aktualisiert Donnerstag, 17. Dezember 2009
